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Hamlesch e.V. Herzlich Willkommen
Hamlescher Wiedersehen 2012 PDF Drucken
Geschrieben von: Michael Weber   

Herzlichen Dank an alle Hamlescher die mit Ihrem zahlreichen Erscheinen, Mitmachen und Mithelfen wieder ein Mal zu einem gelungenen Treffen beigetragen haben.

Der Höhepunkt dieses Treffens war eine Aufführung unter dem Motto:

Wie war es damals?“...., als in Hamlesch „Verlobung“ gefeiert wurde.

Nach einem kürzeren oder längeren „Sich-Kennenlernen“ der beiden Jugendlichen (Gruißkniecht uch Gruißmed), kam dann endlich der Entschluss zu heiraten. In manchen Fällen kam es aus verschiedenen Gründen zu Auseinandersetzungen zwischen Eltern und Jugendlichen, weil die Eltern mit dem jeweiligen Auserwählten nicht einverstanden waren. Manchen Eltern gelang es die Jugendlichen auseinander zu bringen. In anderen Fällen, wenn es um Reichtum und Erbgut ging, wurden die Jugendlichen verkuppelt. Beides war nicht gut und auf jeden Fall belastend für die Betroffenen.
Hatten die Eltern ihr Jawort gegeben, kam der Tag des „Verlangen gehn“. An diesem Tag, den die Jugendlichen bestimmten, ging der Vater mit dem Sohn zur zukünftigen Braut, um um ihre Hand zu bitten. Hier brauchte der Bursche nichts zu sagen, sein Vater führte das Wort. Unter anderem sagte er: „Iwwer den Dirpel sen mir geschridden, äm ir Diuchter wällen mir bidden“ Auf diese Bitte folgte dann die Zusage: „Wunn ir Soan ´Getz´versprächt, as Diuchter `Lis` en gunz Liewen long ze iihren uch ze schatzen, dro gien mir asen Sejen.“ Nach diesem kurzen Zeremoniell wurden Vater und Sohn zu Tisch gebeten, wo ihnen Kuchen und ein Glas Wein geboten wurde. An diesem Abend wurde ein Termin vereinbart, an dem sich beide Familien treffen sollten, um den Verlobungstag festzusetzen.
Früher wurde an diesem Abend auch beschlossen, was das junge Paar als Heiratsgut von den Eltern zu erhalten habe (Ackerland, Weinberg, Wiesen und Vieh).
Wenn der Tag der Verlobung einmal festgelegt war, benachrichtigte das zukünftige Brautpaar den „Altknecht“ und die „Altmagd“. Denn nach altem Brauch wurde das Paar mit Liedern aus dem Kreise der Jugend verabschiedet. (Das könnte man heute mit einem Polterabend vergleichen.) Die Verlobung wurde in Hamlesch immer an einem Samstag Abend oder an einem Feiertag Abend – bei der Braut - gefeiert. Die Gäste, die an der Verlobung teilnahmen wurden von den Eltern der Braut geladen, dabei waren immer auch die „Hochzeitsväter“ (Taufpaten der Verlobten) mit ihren Frauen. An Nachmittag dieses Tages ging das zukünftige Brautpaar mit den Hochzeitsvätern zum Pfarrer, der mit ihnen über die Pflichten und Verantwortungen einer Ehe sprach und zum Schluss für sie betete.
Nach der Abenddämmerung versammelten sich die Gäste im Haus der Braut. Auch die Jugend traf ein und bildete vor dem Haus einen großen Kreis. Nachbarn, Kinder und viele andere Gemeindebewohner kamen, um diesem Brauch beizuwohnen.

 

Hier geht es zu den Bildern vom Treffen 2012

... mit guter Unterhaltung ging es dann auch weiter

 

 

 

 

 

 
Mitgliederversammlung 2012 des Hamlesch e. V. PDF Drucken

Zur diesjährigen Mitgliederversammlung hatte der Vorstand am 25. März 2012 ins Evangelische Gemeindehaus Untereisesheim geladen. Der Einladung folgten 33 Mitglieder. Empfangen wurden die Teilnehmenden in einem von Ehepaar Feierabend behaglich hergerichteten Raum. Herzlichen Dank an Helga und Wilhelm Feierabend.

Durch die Versammlung führte Michael Eberle. Nach Begrüßung der Mitglieder und der Wahl von Stefan Buortesch zum Schriftführer dieser Versammlung wurde direkt zur Tagesordnung übergegangen. Im Rückblick auf das Vereinsjahr ließ der Vorstand chronologisch die Aktivitäten Revue passieren. Am Trachtenumzug in Dinkelsbühl waren ca. 35 Personen beteiligt. Für dieses Jahr ist wieder eine gleichgroße Gruppe angemeldet. Für die Pflege des Friedhofs in Hamlesch wurde eine gebrauchte, professionelle

Motorsense mit Zubehör gekauft und Kurator Johann Astner im Sommer vorigen Jahres überreicht. Für denselben Zweck erhielt er wie auch im Jahr davor 250 €. Unter anderem informierte Michael Eberle über die Entwicklun der Mitgliederzahlen. Ein leichter Anstieg ist zu verzeichnen. Der Verein zählt aktuell 70 Mitglieder, davon acht Neuzugänge allein in diesem Jahr.

Über die Einnahmen und Ausgaben des Vereins berichtete Kassierer Wilhelm Feierabend. Rechnungsprüfer Mathias Zachres bestätigte die Ordnungsmäßigkeit der Kassenführung und beantragte die Entlastung des Vorstandes. Der Vorstand wurde von der Mitgliederversammlung entlastet. Es folgten die Neuwahlen. Der bisherige Vorstand stellte sich zur Wiederwahl. Die Versammlung wählte per Handzeichen Michael Eberle zum Vorsitzenden, Stefan Buortesch zum Stellvertretenden Vorsitzenden, Wilhelm Feierabend zum Kassenwart und Mathias Zachres zum Kassenprüfer.

 

Ein weiter es Thema war das bevorstehende Hamlescher Treffen, welches am 12. Mai an gewohntem Ort, in der Böllingertalhalle in Heilbronn-Biberach, stattfindet. Einlass ist ab 12.00 Uhr. Offiziell eröffnet wird um 14.15 Uhr. Im Anschluss beginnt der Gottesdienst mit Pfarrer Peter Madler, musikalisch begleitet von Organistin Dorothea Häfner. Um auch diesmal ein reichhaltiges Kuchenbuffet anbieten zu können, wird um Kuchenspenden gebeten, welche bei Erna Buortesch, Tel. 07132-920443 anzumelden sind. Der Kuchen wird verkauft, der Erlös für die oben genannten Aktivitäten einges etzt. Um 18 Uhr folgt der Aufmarsch der Trachtenträger. Anschließend wird unter dem Motto „Wie war das damals?“ die Verlobung, wie sie in Hamlesch gefeiert wurde, gem einsam aufgeführt. Melanie Welther und Georg Feierabend stellen das Verlobungspaar dar. Susanne Weber bringt den Besuchern den Brauch näher. Dazu werden die bekannten Brautlieder gesungen. Fürs leibliche Wohl sorgt wie beim vorigen Treffen die Metzgerei Wirth. Eine herzliche Einladung zum Treffen ergeht an alle, die gerne dabei sind.


Michael Eberle bedankte sich bei den Mitgliedern für die Teilnahme und beendete die Versammlung. Bevor die Gesellschaft sich auf den Heimweg begab, wurden in entspannter Runde die Verlobungslieder geprobt. 

Michael Eberle

 
Trachtenumzug am Heimattag 2011 in Dinkelsbühl PDF Drucken
Geschrieben von: Michael Weber   

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